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Die erste Begegnung mit Helmut Parkinson - Prolog

Aktualisiert: 22. Juni




Susan konnte immer noch fühlen, wie ihr ganzer Körper zitterte, als sie am frühen Morgen auf ihrer Terasse saß und ihren Kaffee nippte. Ein neuer Tag, ein neuer Kampf gegen die steifen Bewegungen, die sich in ihrem Körper breit gemacht hatten. Aber heute war etwas anders. Heute war Helmut Parkinson in ihr Leben getreten.

Es begann ganz unscheinbar, als sie vor vier Jahren beim Joggen plötzlich merkte, wie ihr Bein lahmte und sie Mühe hatte, ihre Kraft beim laufen umzusetzen. Sie schob es auf die Müdigkeit, auf den Stress im Büro, aber tief in ihrem Inneren wusste sie, dass es mehr war. Helmut war da und er ließ sie nicht mehr los.

In ihrem Büroalltag mit Menschen und Zahlen kämpfte sie gegen die unkontrollierbaren Bewegungen im Bein an. Ihr Kopf blockierte, als sie die Berichte durchging, ihre Stimme wackelte, als sie mit Kunden telefonierte. Die Worte fanden nicht mehr ihren Platz, fielen ihr aus dem Mund wie unkoordinierte Puzzlestücke. Helmut hatte begonnen, sich in jeden Aspekt ihres Lebens einzumischen.

Und doch, zwischen all dem Chaos und der Unsicherheit, spürte Susan auch eine Art von Stärke in sich aufkeimen. Sie war entschlossen, sich nicht von Helmut unterkriegen zu lassen. Sie würde kämpfen, sie würde sich dem stellen, was auch immer da kommen mochte.

Mit einem bitteren Lächeln setzte sie ihre Tasse ab und griff nach ihrem Notizbuch. "Die erste Begegnung mit Helmut Parkinson", schrieb sie in großen Buchstaben auf die erste Seite. Ein Buch, das sie für sich selbst schreiben würde, ein Buch über ihren Kampf, über ihre Stärke, über ihr Leben mit Helmut. Ein Buch, das vielleicht anderen Mut machen würde, die dasselbe durchmachten. Ein sarkastisches Buch, ein spannendes Buch, ein Buch über das Leben mit Parkinson. Und so begann sie zu schreiben.


 


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Hallo zusammen, ab und an werde ich Seiten ergänzen und überarbeiten. Sonst verliere ich mich im schreiben und es wird Chaos:-)) … bitte um Nachsicht. Liebe Grüße Susan


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